
Dass Drive nicht nur ein verträumter Song von The Cars ist, sondern auch der Titel eines knallharten Actioners, beweist die Kinoadaption des gleichnamigen Crimethriller-Romans von James Sallis. Ryan Gosling spielt in Nicolas Winding Refn’s Film Drive einen Stuntman, der – spezialisiert auf Autostunts – schlicht The Driver genannt wird. Aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten hinter dem Steuer wird er gerne als Fluchtwagenfahrer angeheuert. The Driver ist ein Vollprofi ohne jegliche zwischenmenschlichen Bindungen. Einzig zu seinem Mechaniker und Auftragbeschaffer Shannon (Bryan Cranston) hegt er so etwas wie freundschaftliche Gefühle. Lange geht so sein Leben an der Peripherie der Gesellschaft gut. Als er sich jedoch in seine neue Nachbarin Irene (Carey Mulligan) verliebt, bekommt die Fassade des einsamen Wolfes Risse. Ihr zuliebe will er ihrem wenig später aus dem Knast entlassenen Mann Standard (Oscar Isaac) bei einem Ding helfen, durch das er sich und seine Familie von Schutzgelderpressern freikaufen will. Der Raubüberfall geht schief und Driver steht plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Nun sind nicht mehr allein seine Fahrtalente gefragt…
Hintergrund & Infos zu Drive
Allein die Produktionsgeschichte von Drive ist eine eigene Story wert und Beleg dafür, dass, was manchmal lange währt, am Ende doch noch gut wird: Nachdem das Buch 2005 erschienen war und durchweg positive Kritiken erhielt, war lange Zeit Universal an einer Umsetzung von Drive interessiert. Zunächst war Hugh Jackman für die Hauptrolle von Drive im Gespräch, doch letztlich Ryan Gosling der realistische Wunschkandidat von Produzent Marc Platt. In der Tat war er von Gosling so angetan, dass er diesem freie Hand bei der Wahl des Regisseurs für Drive gab. So kam der Däne Refn an Bord, Regisseur der Pusher -Trilogie (u.a. mit Mads Mikkelsen) und Bronson (mit The Dark Knight Rises -Bösewicht Tom Hardy). Gosling spielt in Drive an der Seite eines illustren Ensembles bestehend aus u.a. Albert Brooks, Ron Perlman und Christina Hendricks. In der Tradition des Heist-Krimis ist den Fluchtwagenfahrern oft kein langes Leben beschieden, Ronin und Heat sind dafür eindrucksvolle Beispiele. Eine Ausnahme von der Regel bietet Walter Hills Klassiker Driver.
Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde Nicolas Winding Refn für Drive als Bester Regisseur ausgezeichnet.
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