
Es scheint so als hätte mit Warrior der Sport der Mixed Martial Arts (MMA) endlich seinen Rocky gefunden. Die US-amerikanische Kritik war jedenfalls voll des Lobes für das emotionale Drama um zwei Brüder, die sich jeweils im Ring nach oben kämpfen und unaufhaltsam auf Konfrontationskurs sind.
Da ist zum einen Brendan (Joel Edgerton). Der liebende Familienvater und Sportlehrer ist gezwungen, seine frühere MMA-Karriere wiederaufzunehmen, um für seine Familie sorgen zu können. Der Vorzeigeehemann hat allerdings keine sonderlich vorzeigbare Vergangenheit. Dies ist vor allem seinem Vater Paddy (Nick Nolte) geschuldet, der einst ein cholerischer Alkoholiker war, unter dem seine Frau und seine beiden Söhne Paddy und Tommy (Tom Hardy) stark zu leiden hatten. Das hindert den Irakkriegsveteranen Tommy nicht daran, sich von seinem nun reuigen Vater trainieren zu lassen, als er aus dem Irak zurückkommt. Er ist voller ungezügelter Wut auf alles und jeden, was sich recht nachdrücklich im Ring zeigt, wo er seine Gegner förmlich zermalmt. Bei dem finalen Turnier werden sich ihre Wege kreuzen.
Mit dem Casting der beiden Hauptdarsteller Tom Hardy und Joel Edgerton gelang Warrior-Regisseur Gavin O’Connor ein besonderer Coup: Beide Schauspieler sollten ihren vorzeitigen Karrierehöhepunkt nach ihrer Verpflichtung für Warrior erleben. Joel Edgerton beeindruckte in dem gefeierten australischen Gangsterdrama Königreich des Verbrechens in einer wichtigen Nebenrolle, während Tom Hardy in der Titelrolle von Nicolas Winding Refns nicht weniger hoch gelobtem Bronson für Furore sorgte. Im Jahre 2011 dürften ihre Gagen sich vervielfacht haben.
Dass Regisseur O’Connor sich im MMA-Metier gut auskennt, dürfte seine Beteiligung als ausführender Produzent an der Dokumentation Smashing Machine – Ultimate Extreme Fighting zeigen. Hier wird der Aufstieg und Fall des MMA-Fighters Mark Kerr eindringlich und bewegend beschrieben. Beste Voraussetzungen für einen neuen Rocky.
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